Parsteiner See
Großen Zuspruchs bei Wassersportfreunden, die ihrem Hobby in naturnaher Umgebung nachgehen wollen, erfreut sich der weitgedehnte See östlich der B 2, etwa auf halber Wegstrecke zwischen Eberswalde und Angermünde. Er gilt als einer der wertvollsten Seen Ostbrandenburgs, an dem auch in Zukunft kein Massentourismus entfaltet werden soll. Seine riesige Wasserfläche in windoffener Lage, die nicht von Wäldern geschützt wird, ist ideal für anspruchsvollen Segel- und Surfsport. Ein Liegeplatz für Segelboote ist in Vorbereitung. Surfer können ihre Bretter an den Campingplätzen sowie an mehreren Uferbereichen zu Wasser lassen. Motorboote sind nicht zugelassen. Als einer der seltenen Klarwasserseen mit sommerlichen Sichttiefen von 3-4 m, einer sehr guten Wassergüte und großen Flachwasserbereichen am Südufer und im Nordteil ist er auch ein herrliches Badegewässer. Besonders beliebt sind die kinderfreundlichen Badestrände am Campingplatz Parsteinsee und bei Pehlitz. Anhänger der Freikörperkultur treffen sich am Nordostufer an den Badestellen bei Herzsprung. Die an manchen Uferzonen gemessenen Wassertemperaturen von 28° C im Hochsommer gaben dem See den Beinamen „Balaton der Mark”. Drei Campingplätze bieten Unterkunft für Dauercamping, Kurzzeiturlaub oder einen Tagesaufenthalt. Größter Platz ist der bei Parstein, der bis zu 1000 Gäste aufnehmen kann. Die unbebauten Ufer sind wie geschaffen für Angler, die in aller Ruhe ihrem Sport nachgehen wollen. Bei Wanderungen am Parsteiner See erschließen sich die seltenen Naturschönheiten, es gibt ein gutes Wanderwegenetz. An den Ufern nisten u. a. Störche, Kraniche, Seeadler und Kormorane. Auf dem Pelitzwerder, wo man einen herrlichen Rundblick auf den See hat, findet man Reste der frühen Besiedlung (Ringwall) und Grundmauern der Klosterkirche Mariensee, dem Vorläufer des Klosters Chorin. Ausflugsziele: Eines der großartigsten Architekturdenkmale Brandenburgs ist die Ruine des Zisterzienserklosters Chorin (1273-1334). Als Ruine wurden Kloster und Kirche in derZeit der Romantik wiederentdeckt. Während des Sommers findet der „Choriner Musiksommer” mit vielbeachteten Konzerten statt. Plagefenn, eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands, 177 ha groß, ist ein vielfältig strukturiertes Verlandungsmoor, das durch einen Lehrpfad in Teilen dem Naturfreund zugänglich ist.